Obdachloser füttert erst seinen Hund, bevor er selbst isst

Die Corona-Krise sorgt vielerorts für Ausnahmezustände. Besonders schlimm grassiert das Virus in Italien. Dort gibt es zum jetzigen Stand fast 60.000 Infizierten und etwa 5500 Tote. Aufgrund der Ausgangssperren sind die Straßen in vielen sonst belebten italienischen Städten Straßenleer. Nur einige wenige Menschen sind draußen. Unter anderem auch Obdachlose – und ihre Tiere.

In Deutschland herrscht aufgrund der Corona-Krise jetzt ein Kontaktverbot – nicht mehr als zwei Menschen aus unterschiedlichen Haushalten dürfen sich gemeinsam aufhalten. In Bayern ist es sogar nur Personen aus dem eigenen Hausstand erlaubt. In Italien gilt ebenso eine Ausgangssperre. Folglich bleiben alle, so gut es geht zu Hause. Doch einige Menschen können das nicht – und sie trifft es besonders hart.

Ein Obdachloser liegt auf der Straße. (Symbolbild – www.iStock.com)

Obdachlose sind einige der wenigen Menschen, die man noch regelmäßig in Italiens Städten auf den Straßen antrifft. Einige sind dabei zumindest nicht allein – sie haben ihren Hund dabei. Das Virus wird nicht von Tieren weitergegeben. Deshalb können die treuen Gefährten getrost bei ihren Herrchen bleiben. Doch die Zeiten sind hart für Mensch und Tier. Denn wo weniger Passanten und Touristen sind, fallen auch die Almosen für die Obdachlosen kärger aus und Herrchen und Haustier haben weniger zu essen.

Auch wegen der Hamsterkäufe haben soziale Einrichtungen teils Engpässe, um die Obdachlosen und ihre Tiere zu versorgen. Doch die italienisch Schauspielerin Alba Piaretti engagiert sich für die Obdachlosen und ihre treuen Begleiter. Sie sammelt Essen und verteilt gemeinsam mit Helfern Essen an Bedürftige. So brachte sie einem Obdachlosen Nudeln und Sandwiches vorbei. Was dann geschah, rührte sie zu Tränen.

Ein Hund gibt einem Mann seine Pfote. (Symbolbild – www.iStock.com)

Gegenüber der Nachrichtenseite „wamiz.de“ berichtet sie: „Wir brachten einem jungen Mann Nudeln und Sandwiches und das erste, was er tat, war dem Hund sein Sandwich zu verfüttern.“ Trotz des großen Hungers dachte der Obdachlose nicht an sich, sondern zuerst an seinen hungrigen Hund. Das ist wahre Liebe.

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